Tipps zum Rasenmähen
Rasen und Spielwiesen sollten nicht kürzer als 4 bis 5 cm geschnitten werden (Sportrasen 3 cm);
schattige Standorte sogar nicht tiefer als 6 –7 cm. Sollte im Schatten ein Schnitt auf 6 – 7 cm aus
praktischen Gründen nicht möglich sein, kann er jedes zweite Mal auf die normale Schnitthöhe gemäht werden.
Wird der Rasen regelmässig zu tief geschnitten, können sich die Gräser nicht mehr optimal regenerieren und
der Boden verdunstet mehr Wasser. Der Rasen leidet dadurch in Trockenperioden. Faustregel: Maximal ein
Drittel der Aufwuchshöhe zurückschneiden (bei 6 cm Höhe um 2 cm einkürzen). Vor dem Vertikutieren (im
Frühjahr oder im Herbst) muss der Rasen tief gemäht werden. Diese Hinweise sind besonders wichtig, denn
beim Schnitt werden die meisten Fehler gemacht!

Tipps zum Düngen
Die Düngung ist ein wichtiger Bestandteil einer guten Rasenpflege. Die Düngung muss der Intensität der
Nutzung angepasst werden. Je mehr die Rasenfläche belastet wird, desto mehr Dünger benötigt sie.
Der Verlauf des Stickstoffbedarfes ist bei Rasengräsern deutlichen saisonalen Schwankungen unterworfen.
Während des Sommers ist infolge hoher Temperatur das Wachstum gebremst. In dieser Zeit sollte die
N-Versorgung eher knapp gehalten werden. Ab dem Herbst führen die kurzen Tage und die tiefen Temperaturen
zu einem Wachstumsstopp bei Gräsern. Im Herbst soll daher kein stickstoffbetonter Dünger mehr ausgebracht
werden. Grundsätzlich ist nur soviel Stickstoff auszubringen, wie die Gräser aufnehme können.
Stickstoffüberschüsse führen zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Pilzkrankheiten und einem erhöhten
Nitratauswaschungsrisiko. In tieferen bis mittleren Höhenlagen liegt der Zeitpunkt der ersten
Stickstoffdüngung um Mitte März, derjenige für die letzte Stickstoffdüngung um Mitte bis Ende September.
Im September sollten nicht mehr als 5 g N/m2 verabreicht werden, wovon nicht mehr als 50% in Langzeitform.
Tipps zur Bewässerung
Die Bewässerung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Durchwurzelungstiefe:
Der richtige Zeitpunkt kurz vor Welkebeginn der Gräser. Bis zu diesem Moment haben die Wurzeln den
Wasservorrat im Boden ausgeschöpft. Der Pflanzenbestand zeigt erste Verwelkungssymptome (schlaffes Blatt,
leichte Graufärbung). Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Beregnen. Grundsätzlich wird am späten Abend,
während der Nacht (Beregnungsanlagen) oder in den frühen Morgenstunden gewässert. Wasserverluste durch
Verdunstung und Windabdrift sind dann gering. Vor dem Bewässern lohnt es sich, den Fusstritt-Test zu
machen. Laufen Sie über den Rasen. Steht nach Ihrem Durchgang das Gras rasch wieder auf, ist noch keine
Bewässerung notwendig. Bleiben die Grashalme hingegen liegen, empfiehlt es sich die Fläche zu beregnen.
Bei sandigen Böden, mineralischen Aufbauten und bei flach wurzelnden Gräsern muss in kürzeren Abständen
beregnet werden als bei lehmigen Böden mit gutem Wasserspeichervermögen. Wichtig ist, dass die Wassermenge
zur wurzeltiefen Befeuchtung ausreicht. Nur so entwickeln sich die Wurzeln in tieferen Bodenschichten und
der Rasen bleibt scherfest. Bei falscher Beregnung (zu häufig mit geringen Wassermengen) verflacht das
Wurzelnetz, der Rasen wird von einer regelmässigen Beregnung abhängig.